Wie funktioniert das mit dem T-Shirt bedrucken genau und was muss ich beachten, wenn ich eigenen Dateien anliefere?

Einige interessante Infos zur Technik und den Anforderungen an Druckdateien

DTG Printing

Der digitale Fortschritt macht auch vor sehr klassischen Arbeiten wie T-Shirt Druck nicht halt. Das ist gut so! Denn nur so ist es möglich, T-Shirts ab einem Stück zu interessanten Preisen zu fertigen. 

 

Das Zauberwort heisst in diesem Falle DTG Printing. DTG steht für "D"irect "T"o "G"arment, was nichts anderes bedeutet als Direkt-Textildruck. Das Ganze funktioniert ähnlich wie der gute alte Tintenstrahldrucker. Durch besondere Tinten ist es aber möglich direkt auf z.B. T-Shirts zu drucken. Und das beste, das Alles funktioniert auch auf dunklen Textilien! 

 

Dunkle Textilien? Unter dunklen Textilien versteht man einfach alles ausser Weiss und Gelb :-) Wobei auch schon bei Gelb eine spezielle Technik angewendet werden sollte. Hier kommt die sogenannte Weiss-Option zur Geltung. Das heißt, das komplette Motiv wird in Weiss vorgedruckt. Auf das Weiss wird im nächsten Schritt der normale farbige Aufdruck erstellt. Somit ist es kein Problem, dass auf schwarzen Textilien ein brillantes Farbmotiv gedruckt wird. 

 

Bei weissen Textilien entfällt der Schritt mit dem weissen Vordruck. Hier werden einfach die Farben, in Tintenstrahl-Art-und-Weise, direkt auf den Stoff gedruckt. Die Ergebnisse sind ebenfalls brillant. Das komplette Druckverfahren erfolgt im bekannten CMYK Verfahren. Lediglich mit dem Zusatz WWWW, was für 4 Weisspatronen steht. Somit ist ein schönes deckendes Weiss möglich. Hier unterscheiden sich auch billige DTG Printer von den Industriegeräten. 

 

Zu drucken sind alle gewünschten Motive. Lediglich bei der Dateierstellung muss einiges beachtet werden. Was genau, lest Ihr im übernächsten Abschnitt.


Close-Ups der Druckqualität

Hier seht Ihr ein paar Nahaufnahmen von einem kürzlich gedruckten Custom T-Shirt. Wie Ihr schön sehen könnt, ist die Qualität sehr gut. Die Farben kommen gut zur Geltung. Das Motiv selbst wurde ein wenig "verbessert" damit die benötigten 200 DPI auch als Druckdatei verwendet werden konnten.


Dateianforderungen

Wenn Ihr Euch für ein eigenes Motiv entscheidet, also ein T-Shirt mit Custom-Design ordert, gibt es ein paar Sachen, die beachtet werden müssen.

 

Als wichtigster Punkt ist die Transparenz zu erwähnen! Wenn Ihr z.B. nur ein spezielles Logo oder partielles Motiv verwenden möchtet, sollte der Hintergrund transparent sein! Wenn dem nicht so ist, wird das Weiss das Ihr vielleicht im Hintergrund habt auch als Weiss interpretiert! Ihr habt dann eine weisse Fläche, auf der das Motiv zu sehen ist. Das wird genauso auch auf Eurem T-Shirt erscheinen! Aus diesem Grund hier den Hintergrund entfernen, damit das Hauptmotiv "freisteht". Daher heisst der Fachbegriff für diesen Schritt im Bildbearbeitungsprogramm "Freistellen". Die bekanntesten Programme für diese Tätigkeit sind zum einen natürlich Photoshop als teure Profisoftware oder Gimp als frei verfügbares Programm. Zum Freistellen von Motiven reicht Gimp auf jeden Fall. Hier sind mittlerweile viele Funktionen der Profisoftware vorhanden. 

 

Ebenfalls wichtig ist die Bildauflösung des finalen Druckmotivs. Um eine gute Qualität auf dem T-Shirt vorzufinden, sollten die DPI bei mindestens 200 liegen. Ob Euer Motiv ausreicht für einen qualitativ hochwertigen Druck, könnt Ihr über die DPI Abfrage im Bildbearbeitungsprogramm checken. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, kann ein kurzer Motivcheck gemacht werden, nachdem das Wunschmotiv gesendet wurde. Entweder das Motiv kann einfach verbessert werden, oder wenn es überhaupt nicht passt, bekommt Ihr eine Info, dass hier nochmal auf die Suche nach hochauflösendem Material gegangen werden sollte.

 

Wenn Ihr eigene Motive schickt, bekommt Ihr nach einem Tag ein MockUp (Ansichtsdatei) mit Eurem Motiv auf dem gewünschten T-Shirt. Hier checkt Ihr dann nochmal, ob die Platzierung so passt und schickt ein OK. Danach wird der Produktionsauftrag gestartet.